Der architectural tuesday unserer Fakultät widmet sich im Sommersemester 2018 dem Thema „Philosophie der Architektur“. Dabei stellen wir wichtige Positionen eines gegenwärtigen, neu entflammten Diskurses vor, der die beiden Disziplinen miteinander verbindet.

Architektur ist ein notwendiges „Lebensmittel“ für den Menschen, das in den besten Fällen künstlerischen Wert besitzt. Zur Gestaltung von Häusern gehört mehr als nur das Wissen um die funktionale Anordnung von Räumen: Auch Überlegungen, wie Menschen zusammen leben können, wie Gebäude zu Teilen eines funktionierenden Gemeinwesens werden und nach welchen ästhetischen Prinzipien sie gebaut werden können, sind Bestandteile des architektonischen Entwerfens. Angesichts der immer weiter individualisierten und globalisierten Gesellschaft und ihren mannigfaltigen Problemen scheint es besonders wichtig, sich über Grundlagen der Architektur zu verständigen. Vielleicht eignen sich ideelle, philosophische Ansätze, ein Einverständnis darüber zu erzielen, wie man Häuser und Städte so planen kann, dass sie trotz gesellschaftlicher Umbrüche, die für die globalisierte Welt, ihr Klima und ihre Wirtschaft abzusehen sind, zu einer „guten Wohnung“ werden.

Im Karl-Schüssler-Saal kommen an fünf Dienstagabenden Persönlichkeiten der Philosophie und der Architektur zu Wort: Aus der Zusammenschau ihrer Beiträge wird deutlich werden, dass und wie Architektur eine Bedeutung bekommen kann, die unmittelbar mit den existentiellen Fragen der Welt und des Lebens, das die Menschen in ihr führen, zu tun hat.